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DAS NARCONON-SELBSTHILFEPROGRAMM
Voraussetzungen
Mit dem Anwärter wird als erstes geprüft, ob er die Voraussetzungen für das Programm erfüllt. Vor allem muss der Interessent für sich die Entscheidung getroffen haben, von Drogen und Alkohol vollkommen zu entsagen. Er versteht, dass im Entzug keinerlei, wie auch immer geartete Suchtmittel erlaubt sind. Des weiteren muss er über etwaige anhängige Strafverfahren Auskunft geben, die dann gegebenenfalls mit den zuständigen Behörden geklärt werden, damit ein ordnungsgemäßer Ablauf des Programms gewährleistet ist. Es folgt eine vollständige Bestandsaufnahme und Untersuchung des körperlichen Zustandes durch einen Arzt. Dieser legt fest, ob oder welche medizinische Behandlung notwendig ist, bevor die interessierte Person das Programm beginnt. Ebenso entscheidet der Arzt, ob ein körperlicher Entzug notwendig ist und wenn ja, ob dieser ohne ständige medizinische Betreuung durchgeführt werden kann, oder ob er stationär in einem Krankenhaus zu erfolgen hat. Es stehen Mitglieder der Selbsthilfegruppe jederzeit als Ansprechpartner und Betreuer zur Verfügung. Und es steht dem Selbsthilfe-Zentrum jederzeit ein Arzt zur Verfügung.
Kommunikationsübungen
Im Drogenmilieu ist der Interessent von
„normalen" Menschen weitgehend abgekapselt. Diese Übungen verbessern die Fähigkeit, mit anderen ungezwungen und gelassen zu kommunizieren. Man lernt in aufeinander aufbauenden Übungen einem Gesprächspartner gelassen gegenüber zu treten, zuzuhören ohne zu unterbrechen, zu verstehen, das Verstehen des Gesagten zu erkennen zu geben und seinerseits eigene Absichten dem anderen zu vermitteln und auf Äußerungen des Gegenübers einzugehen. Die Grundlagen der Kommunikation mit dem anderen werden wieder erlernt.
Fitness- & Saunaprogramm
Erfahrungsgemäß ist die körperliche Leistungsfähigkeit nach Drogenkonsum mehr oder weniger stark reduziert. Auf diesem Schritt ertüchtigt sich die Teilnehmer körperlich (Laufen, Fitness, Ballspiel etc) und besucht intensiv die Sauna. Dies wird nach Maßgabe eines Mediziners unterstützt durch Nahrungsergänzungsstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe und mehrfach ungesättigte Öle.
Lernverbesserung
Der Teilnehmer wird auf die soziale Integration vorbereitet. Da er auf Grund seines Hintergrundes (z. B. Schulabbruch, Abbruch der Lehre, o.a.) erfahrungsgemäß die Bereitschaft zum Lernen verloren hat, ist die Wiederherstellung dieser Bereitschaft ein wesentlicher Schritt. Es wird vermittelt, wie man selbständig lernen und sich Wissensgebiete aneignen kann, welche Lernhindernisse auftreten können und wie man ihnen begegnen kann.
Wahrnemung der Umgebung
Dieser Programmteil hilft, sich eine objektivere Einschätzung der Position zu erarbeiten, aus der heraus man selbstbestimmter agieren kann. Zu diesem Zweck führt der Teilnehmer Übungen, um zu extrovertieren durch, die seine Aufmerksamkeit von sich weg zu den Objekten in seiner Umgebung lenken. Bewusste Wahrnehmung der Umgebung ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Interaktion.
Soziale Stabilisierung
Wer früherem Drogenmilieu oder dem Alkoholmissbrauch entsagt hat, ist dennoch auf Grund von eventuell noch bestehenden oder wiederauflebenden Kontakten der Gefahr ausgesetzt, wieder in das alte Umfeld hineingezogen zu werden. Der Teilnehmer soll daher lernen, soziales und destruktives Verhalten zu erkennen und zu differenzieren und sich vor Letzterem zu schützen. Damit ist er in der Lage, destruktive Einflüsse auf sein Leben von sich fernzuhalten.
Integrität und Verantwortung
Bei diesem Schritt lernt der Teilnehmer sein selbst schädigendes Verhalten als solches zu erkennen und dafür einzustehen. Dies beinhaltet auch, Angelegenheiten wieder in Ordnung zu bringen, wo er einen Schaden verursacht hat. Der Teilnehmer lernt, für sich festzustellen, was für ihn richtig und falsch ist. Durch das Wiedergewinnen seiner Selbstachtung kann er sein Leben erneut sozial und konstruktiv angehen.
Verbesserung der Lebensumstände
Oftmals sieht es so aus, als ob man an der eigenen persönlichen Situation nichts verändern könne, etwa im familiären, beruflichen oder anderen Bereichen. Jeder Zustand kann jedoch zum Besseren verändert werden, einfach dadurch, dass man ihn auf die richtige Weise angeht. Dieser Schritt gibt dem Teilnehmer exakte Anleitungen, wie er jede auch noch so verfahrene Situation im Leben angehen und verbessern könnte.
Gesellschaftliche Werte
Es gibt oft Verwirrung darüber, was
„moralisch" und was
„unmoralisch" ist. Die hier vermittelten Grundsätze entsprechen zeitlosen, überkonfessionellen Moralvorstellungen, die von der Mehrzahl der Menschen geteilt werden. Sie beruhen im wesentlichen auf den Menschenrechten und unserer Verfassung. Die praktische Umsetzung im zukünftigen beruflichen oder privaten Alltag kann als Leitfaden gelten für ein Leben, in dem für Drogen kein Raum ist, und in dem wirkliches Glücklichsein erreichbar ist. Dieser Schritt basiert auf dem von L. Ron Hubbard veröffentlichten Büchlein
„er Weg zum Glücklichsein".
Entlassplan und Nachbetreuung
Am Ende des Programms arbeitet der ehemalige Abhängige einen Plan aus über die Wiedereingliederung in sein familiäres und berufliches Leben. Es werden reale Zielsetzungen definiert und konkrete Schritte entwickelt, die noch während des Aufenthaltes bei NARCONON (oft zusammen mit den Angehörigen) unternommen werden, damit der Teilnehmer sich nach seinen Vorstellungen verwirklichen kann. Er beginnt einen neuen Lebensabschnitt mit dem festen Willen und den besten Voraussetzungen für einen Job, eine Wohnung, vertrauenswürdige Freunde - kurz: für ein erfülltes Leben, ohne Alkoholmissbrauch und Drogen und zwar aufgrund der eigenen selbst bestimmten Einsichten.
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